Bewerber wünschen sich Gehaltsangaben in Stellenanzeigen
Die Mehrheit der Jobsuchenden spricht sich für die generelle Angabe von Gehaltshöhen in Stellenanzeigen aus, am liebsten in Form einer Mindestangabe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der Jobsuchmaschine Adzuna unter 552 Jobsuchenden.
60 Prozent wünschen sich eine Gehaltsangabe
60 Prozent der Befragten gaben an, sich eher auf eine Stellenausschreibung mit Gehaltsangabe zu bewerben, falls zwei ansonsten identische Stellenanzeigen zur Auswahl stehen. Nur 19 Prozent hingegen würden sich auf die Stelle ohne Gehaltsangabe im Stellenangebot bewerben. 74 Prozent finden sogar, dass Stellenanzeigen generell Informationen zur Vergütung enthalten sollten. Fast zwei Drittel der Befragten wünschen sich eine Gehaltsangabe in Form der Angabe eines Mindestgehalts. Eine grobe Gehaltsspanne zur Einordnung der Stelle hingegen wünschen sich nur 36 Prozent.
Als Vorteil aus Bewerberperspektive falle bei Stellenanzeigen mit Gehaltsangabe vor allem ins Gewicht, dass ein erster Anhaltspunkt für Verhandlungen vorhanden sei, so die Autoren von Adzuna. Durch eine Vorselektion können Bewerber außerdem die Stellenausschreibungen auswählen, die zu Ihren Vorstellungen passen und besser einschätzen, ob sich der Bewerbungsaufwand für Sie lohnt.
Bei Gehaltsangaben: bessere Auswahl für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Von diesem Vorteil profitieren auch die jeweiligen Arbeitgeber, „da Kandidaten mit höheren Gehaltsvorstellungen bereits vorab ausgesiebt werden und nicht erst durch wochenlange Interview-Prozesse wertvolle Zeit der eigenen Mitarbeiter geopfert wird, wenn das Gehalt erst bei Vertragsschluss zum Thema wird“, sagt Inja Schneider von Adzuna. Die Angabe von Gehaltshöhen in Stellenauschreibungen sei in Frankreich oder England längst gang und gäbe, nur in Deutschland scheine dies noch revolutionär. Schneider meint außerdem, dass sich Unternehmen dadurch bei der Suche nach Mitarbeitern einen entscheidenden Vorteil verschaffen können.
Auch aus wissenschaftlicher Sicht zeigt sich, dass eine eindeutige und realistische Jobbeschreibung mit Gehaltsangabe wesentlich zum Erfolg des Recruiting beträgt, wie Prof. Uwe Kanning in einem Artikel zu Realistic Job Preview aufzeigt.
Lesen Sie auch:
Kolumne von Henner Knabenreich zu Gehaltstransparenz
Top-Thema "Digitales Recruiting": Die wichtigsten Recruiting-Kennzahlen
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
839
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
688
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
375
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
349
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
296
-
Vorlage: Leitfaden für das Mitarbeitergespräch
267
-
Ablauf und Struktur des betrieblichen Eingliederungsmanagements
258
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
258
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
227
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1984
-
Machiavelli wollte das Richtige und predigte das Falsche
18.02.2026
-
Warnung vor gefährlicher Schatten-KI
16.02.2026
-
Fehlzeiten reduzieren: Tipps zur Analyse von Gesundheitsdaten
16.02.2026
-
Steuerfreier Sachbezug: Ein strategisches HR-Instrument
12.02.2026
-
Wie aus Distanz Gemeinschaft im Team entsteht
12.02.2026
-
Wie der Arbeitskontext die Leistungsbereitschaft beeinflusst
11.02.2026
-
Homeoffice steigert Produktivität – aber nur bis zu einem Kipppunkt
10.02.2026
-
Wie ältere Beschäftigte leistungsfähig und motiviert bleiben
10.02.2026
-
Die Wechselbereitschaft der Beschäftigten sinkt
09.02.2026
-
HR zwischen Effizienzdruck und KI-Erwartungen
06.02.2026
Stefan Vauzet
Thu Jan 24 08:36:24 CET 2019 Thu Jan 24 08:36:24 CET 2019
Wo findet sich die denn die Umfrage mit den Ergebnissen? Das wäre ja noch einmal interessant.
Maxim Nopper-Pfluegler
Thu Jan 24 09:55:46 CET 2019 Thu Jan 24 09:55:46 CET 2019
Lieber Herr Vauzet,
die Daten zu der beschriebenen Umfrage finden Sie unter https://www.adzuna.de/blog/2019/01/11/umfrage-gehaltstransparenz/
Mit den besten Grüßen,
Maxim Nopper-Pflügler, Haufe Online Redaktion "Personal"