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PERSONALquarterly

PERSONALquarterly

In PERSONALquarterly lesen Sie vierteljährlich die neuesten Erkenntnisse aus der Personalforschung und ihre Bedeutung für die Praxis - wissenschaftlich fundiert und verständlich aufbereitet. Auf dieser Grundlage treffen Sie sichere Entscheidungen und erhalten sofort nutzbare Anregungen für die Entwicklung Ihrer Personalstrategie. 

PERSONALquarterly geht hervor aus Deutschlands ältester Fachzeitschrift für das Personalwesen. Das Wissenschaftsjournal ist die Pflichtlektüre für ambitionierte Personalfachleute, die ihre Entscheidungen auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse treffen wollen und ist "die unter Wissenschaftlern anerkannteste Zeitschrift in Deutschland  für Personalpraktiker" (laut VHB Jourqual).

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Laden Sie sich eine vollständige Ausgabe als Leseprobe (pdf) herunter.

Sie sind an einer Zusammenarbeit mit PERSONALquarterly als Autor/Autorin interessiert? Bitte wenden Sie sich an den Schriftleiter, Prof. Rüdiger Kabst (Kontaktdaten siehe unten unter "Ansprechpartner"). Außerdem finden Sie hier unsere Autorenrichtlinie (pdf).

Sie haben weitere Fragen? Hier finden Sie alle Ansprechpartner rund um PERSONALquarterly und das digitale Heftarchiv.


PERSONALquarterly Ausgabe 1/2026

Proaktivität

Proaktivität gilt als zentrale Ressource für den Erfolg von Individuen und Organisationen. Dynamische Märkte, Transformation und demografischer Wandel erfordern eigeninitiatives Handeln. Beschäftigte, die Probleme antizipieren und ihr Arbeitsumfeld aktiv gestalten, tragen zu Innovation und Wettbewerbsfähigkeit bei und sichern auch ihre eigene Beschäftigungsfähigkeit. Studien belegen, dass Proaktivität am Arbeitsplatz nicht nur mit mehr Leistung und Lernen einhergehen, sondern auch Stress entgegenwirken kann, – vorausgesetzt, es wird von Führung und Organisation unterstützt.  



Verstecktes Innovationspotenzial

Entstehungsfaktoren von Workarounds

Die Forschungsfrage des Autorenteams lautet: Warum und wann weichen Beschäftigte unentdeckt von Standard­prozessen ab? Auf Basis einer Befragung mit 150 Beschäftigten werden Faktorenbündel beziehungsweise Kausalpfade ermittelt, die das Auftreten von Workarounds erklären. Da Workarounds häufig dann entstehen, wenn engagierte und kompetente Beschäftigte die Unternehmenskultur als innovationshemmend wahrnehmen, sollten Unternehmen sich in die Lage versetzen, Workarounds systematisch zu erkennen und aktiv zu steuern.

Entstehungsfaktoren von Workarounds




Wissenschaft für Praktiker

Proactivity makes work feel more meaningful

Maria Tims hat einen Lehrstuhl für die Zukunft der Arbeitsgestaltung an der Vrije Universiteit Amsterdam, School of Business and Economics. In ihrer Forschung und Lehre konzentriert sie sich auf die Auswirkungen der (Neu-)Gestaltung von Arbeit auf Organisationsebene (selbstorganisierende Teams) und der Neugestaltung von Arbeit auf individueller Ebene (Job Crafting) auf das Wohlbefinden und die Leistung des Einzelnen, des Teams und der Organisation.

Proactivity makes work feel more meaningful

Proaktivität

Auswirkungen von Selbst- oder Fremdbestimmung bei Regelungen zum mobilen Arbeiten

Wie beeinflusst die Entscheidungsebene und damit die Möglichkeit, selbstbestimmt und proaktiv über mobiles Arbeiten zu entscheiden, die Gesundheit und Leistung von Beschäftigten? Welche Unterschiede zeigen sich zwischen individueller, teambasierter, führungskraftgesteuerter und organisationaler Entscheidungsfindung? Diese Forschungsfragen klärt der Beitrag von Dr. Kilian Hampel und Prof. Dr. Florian Kunze von der Uni Konstanz.

Auswirkungen von Selbst- oder Fremdbestimmung bei Regelungen zum mobilen Arbeiten

Proaktive Arbeitsgestaltung

Eine genauere Betrachtung agiler Teams

Die Forschungsfrage des Beitrags lautet, wie sich die Nutzung agiler Arbeitspraktiken auf das Autonomieempfinden und proaktive Verhalten in Teams auswirkt. Die praktische Implikationen: Um proaktives Verhalten zu begünstigen, müssen Teams den Balanceakt zwischen Autonomie und Kontrolle meistern. Iterative Zielzyklen befördern Autonomieempfinden und Proaktivität; häufige iterative Koordinationsmeetings können allerdings sowohl Autonomieempfinden als auch Proaktivität einschränken.

Eine genauere Betrachtung agiler Teams


Digitalisierung und KI im Personalmanagement

Vertrauensaufbau durch GenAI-Governance

Die Autoren gehen der Frage nach, wie eine KI-Governance ausgestaltet werden kann, um die verantwortungsbewusste KI-Nutzung gegenüber der Belegschaft zu zeigen. Die Ergebnisse resultieren aus einer Literaturauswertung und einer durch das Kompetenzzentrum Humaine begleiteten Unternehmensfallstudie bei einer VW-Tochter. Der Beitrag gibt Orientierung für die Entwicklung einer unternehmenseigenen KI-Governance und beantwortet, auf welche Kriterien sich eine KI-Governance beziehen kann und wie man Weichenstellungen in der Technik-, Organisations- und Personalentwicklung so aufeinander beziehen kann, dass das Vertrauen der Belegschaft gestärkt wird. Eine partizipative Implementierungsbegleitung hat hierbei wesentlichen Einfluss. 

Vertrauensaufbau durch GenAI-Governance

Digitalisierung und KI im Personalmanagement

Mensch und KI - gemeinsam stark?

Wann ist eine Kollaboration von Mitarbeitenden und KI angesichts der relevanten aufgabenbezogenen Fähigkeiten hilfreich, fragen die Autorinnen Marion Büttgen und Irini Tsaga. Ihr Ergebnis lautet: Unternehmen sollten KI gezielt einsetzen, sodass Mitarbeitende in ihren Fähigkeiten gestärkt werden. Das HRM sollte kontinuierlich bewerten, wie neue KI-Technologien und -Tools relevante Hard und Soft Skills auf operativer und Managementebene sinnvoll ergänzen können.

Mensch und KI - gemeinsam stark?


Familienunternehmen

Perspektiven der Next Gen auf New Work

In der Rubrik "Neue Forschung" wird die Frage gestellt: Wie interpretieren und operationalisieren Next Gens New Work und wie entwickeln sie das Konzept weiter? Und welche Implikationen ergeben sich daraus für die strategische Entwicklung des Personalmanagements? Die Antwort lautet: Familienunternehmen kombinieren gezielt New-Work-Maßnahmen mit traditionellen Werten. Entscheidend ist, dass das strategische Personalmanagement Eigenverantwortung, flexible Arbeitsformen und den Aufbau von zukunftsrelevanten Kompetenzen fördert.

Perspektiven der Next Gen auf New Work

Recruiting

Neue Erkenntnisse zu digitaler Rekrutierung

Die Forschungsfrage lautet: Wie können Organisationen ihre Website, Arbeitgeberbewertungs­plattformen und Machine Learning im Rekrutierungsprozess nutzen? Mittels Online-Fragebogen wurden Daten von 1.050 Nutzerinnen und Nutzern von  Arbeitgeberbewertungsplattformen erhoben. Die Autoren nennen folgende praktische Implikationen: Die von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern oft genutzte Website kann zielgruppenspezifische Informationen zu branchenrelevanten Karriere­erfolgsdimensionen liefern. Organisationen sollten auf kritische Kommentare antworten und bei der Nutzung von Machine Learning nur einzelne Schritte in der Rekrutierung automatisieren.

Neue Erkenntnisse zu digitaler Rekrutierung

Digitalisierung

Personalmanagement, Digitalisierung und KI

Wie verändern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz das Personalmanagement und seine Gestaltung? Das ist die Forschungsfrage von Schmoll und Kollegen. Die Methodik: Eine konzeptionelle Analyse direkter und indirekter Effekte digitaler Technologien auf das Personalmanagement und zentrale HR-Praktiken. Der Beitrag bietet einen integrativen Bezugsrahmen zur strategischen Ausrichtung von HR im digitalen Wandel und zeigt Handlungsfelder für eine kompetenzorientierte, transparente und faire Gestaltung digitaler HR-Prozesse auf.

Personalmanagement, Digitalisierung und KI




Wissenschaft für Praktiker

Mitarbeiterentwicklung und persönliches Wachs­tum in Organisationen

Mitarbeitergewinnung und -bindung sind Kernthemen für Unternehmen. Dabei sollten Organisationen eine Vorstellung haben, welche Wachstumsbedürfnissen ihre Mitarbeiter haben und wie es um ihre "Mindsets" steht. Diese Bedürfnisse und Einstellungen können auch das Verhalten der Mitarbeiter in der Organisation beeinflussen, also zum Beispiel wie Ziele gewählt und Entwicklungsmöglichkeiten genutzt werden.


Wissenschaft für Praktiker

Wie sich Emotionale Intelligenz auf Leistung und Führung auswirkt

Der Begriff der Emotionalen Intelligenz erlangte in den 1990er Jahren Popularität. Inzwischen liegen empirische Studien und mehrere metaanalytische Aggregationen vor. So wird eine seriöse Beurteilung des Konzepts und dessen Bedeutung für die Personalpraxis möglich. Der Beitrag beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Was ist Emotionale Intelligenz und wie lässt sie sich wissenschaftlich messen? Und wie groß ist der Zusammenhang zwischen Emotionaler Intelligenz und personalwirtschaftlichen Erfolgsgrößen? 






Wissenschaft für Praktiker

Unternehmen sollten Generativität fördern und Generationenstereotypen entgegenwirken

Häufig werden die Unterschiede zwischen den Generationen herausgearbeitet, eine wissenschaftliche Basis zu größeren Unterschieden der Werte und Einstellungen zwischen den Generationen gibt es allerdings nicht. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem verwandten Aspekt: der Generativität, also dem Motiv älterer Beschäftigter, jüngeren Kolleginnen und Kollegen etwas Positives zu hinterlassen.



Wissenschaft für Praktiker

Alter, Erfahrung und Betriebszugehörigkeit sind keine guten Prädiktoren für Arbeitsleistung

Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel rücken ältere Beschäftigte in den Fokus. Was ist dran an Vorstellungen wie "Ältere Mitarbeitende haben viel Erfahrung, sind aber weniger leistungsfähig"? Oder: je jünger, desto innovationsfreundlicher? Der Beitrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu den Effekten von Alter, Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit auf die individuelle Leistung von Mitarbeitenden zusammen.


PERSONALquarterly Ausgabe 4/2023

New Work - Trends und Entwicklungen

Klassische Arbeitsmodelle stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Flexibilität und Veränderungsfähigkeit gehören zu den Erfolgsfaktoren. So bedarf es einer grundlegenden Neudefinition unserer Arbeitskultur, welche die bisherigen Modelle hinterfragt und den Weg für Neues ebnet. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich dem New-Work-Trend und beschäftigt sich aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen.







Wissenschaft für Praktiker

Wie verschiedene Formen der Motivation auf Arbeitsleistung und Zufriedenheit wirken

Die HR-Forschung und -Praxis ist sich einig, dass die Motivation von Mitarbeitern den Erfolg einer Organisation beeinflusst und somit eine wichtige Zielgröße guter HR-Arbeit ist. Dieser Beitrag aus dem Wissenschaftsjournal PERSONALquarterly geht auf die verschiedenen Formen der Motivation ein sowie auf die Ergebnisse einer Metaanalyse von Van den Broeck und Kollegen, die untersucht, welche empirische Zusammenhänge zwischen Formen der Motivation und verschiedenen Ergebnisgrößen wie Arbeitsleistung und Zufriedenheit bestehen.


Wissenschaft für Praktiker

Job Crafting: Wenn Beschäftigte ihre Aufgaben selbst gestalten

Die klassische Organisationslehre geht davon aus, dass Arbeitsplätze als Aufgabenbündel beschrieben werden und Stelleninhaber sich in klar vordefinierten Rahmen zu bewegen haben. Ist diese traditionelle Sichtweise in der durch Digitalisierung, Beschleunigung und Agilität geprägten "neuen" Arbeitswelt noch angemessen? Job Crafting, also die aktive Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung durch die Beschäftigten selbst, könnte eine Antwort darauf sein.



Transformation

Transformation der deutschen Automobilindustrie: Die große Disruption?

Die deutsche Automobilindustrie steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Wie sind die Unternehmen darauf vorbereitet? Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologin Simone Kauffeld führte für das Wissenschaftsjournal PERSONALquarterly ein Interview mit Gunnar Kilian, Volkswagen AG, Dr. Ariane Reinhart, Continental AG, und Prof. Dr. Thomas Vietor vom Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik.




Wissenschaft für Praktiker

Entsendung: Aus den Augen, aus dem Sinn?

Angesichts der internationalen Pandemielage wird die internationale Mobilität in vielen Unternehmen neu bewertet werden und zu alternativen Formen von internationalen Einsätzen und grenzüberschreitenden Arbeitsvereinbarungen führen. Offen ist, ob sich die Strategien von den traditionellen Langzeiteinsätzen abwenden. Der Beitrag aus dem Jahr 2018 stellt empirische Befunde zur Effektivität von Personalmanagementmaßnahmen im Rahmen der Entsendepolitik vor.





Wissenschaft für Praktiker

Subjektive Leistungsbeurteilung: Eine Alternative für Zielvereinbarungen in der VUCA-Welt?

Angesichts der Herausforderungen der VUCA-Welt wird über das bislang gängige Performance Management diskutiert. Wie zutreffend sind Leistungsbeurteilungen durch Vorgesetzte und wie verhält es sich mit den Abweichungen zwischen der Fremdeinschätzung durch Vorgesetzte und der Selbsteinschätzung der betreffenden Mitarbeitenden? Kann die Bewertungsgüte durch Trainingsmaßnahmen verbessert werden?


Weiterbildung

Gamification in der Qualifizierung und darüber hinaus: Alles nur ein Spiel?

Unternehmen, die Gamification nutzen, konnten das Engagement der Beschäftigten um 48 Prozent steigern - das ergab eine Befragung von HR-Managern. Doch wie wissenschaftlich evident ist die Effektivität von Gamification tatsächlich? Und wie muss Gamification gestaltet sein, damit es die gewünschten Effekte erzielt? Eine wissenschaftliche Analyse auf Basis des aktuellen Forschungsstands.


Wissenschaft für Praktiker

Fail fast, fail often – den richtigen Umgang mit Fehlern und Misserfolgen lernen

Das schnelle und häufige Scheitern scheint heutzutage dem schlichten guten Gelingen den Rang abzulaufen, denn tatsächlich können Organisationen aus Fehlern sehr viel mehr lernen als aus dem vordergründig reibungslosen Ablauf. Der Beitrag liefert einen Überblick zur wissenschaftlichen Literatur, die sich mit dem Umgang mit Fehlern und Scheitern auf individueller Ebene und in Organisationen befasst.