Rz. 915

Die Definition der Minder- und Mehrabführungen ist aus § 14 Abs. 4 S. 6 KStG a. F. nahezu unverändert in § 14 Abs. 4 S. 3 KStG übernommen worden. Die einzige Änderung besteht darin, dass nicht mehr nur auf S. 1, sondern jetzt auf S. 1 und 2 verwiesen wird. Eine sachliche Änderung ist damit nicht verbunden. Minder- und Mehrabführungen liegen danach vor, wenn der Handelsbilanzgewinn, der an den Organträger durch den Gewinnabführungsvertrag abgeführt wird, von dem Steuerbilanzgewinn, der dem Organträger im Einkommen zugerechnet wird, abweicht. Diese Definition ist nicht abschließend, wie das Wort "insbesondere" ausdrückt. Es ist daher denkbar, dass auch andere Minder- und Mehrabführungen vorkommen. Zusätzlich muss die Abweichung in organschaftlicher Zeit verursacht sein; dieses Merkmal korrespondiert mit der entsprechenden Regelung in S. 1 und S. 2 und ist daher überflüssig.

Da sich die Definition der Minder- und Mehrabführungen materiell nicht geändert hat, kann insoweit auf die Kommentierung zum bisherigen Recht verwiesen werden.[1]

[1] Zu den Begriffen der Minder- und Mehrabführungen Rz. 789ff.; zu der Abgrenzung der organschaftlichen von der vororganschaftlichen Verursachung Rz. 748ff.

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