Ganzheitliche Unfallanalyse optimieren
Wenn sich ein Unfall oder auch nur ein Beinaheunfall ereignet, schauen die Verantwortlichen im Unternehmen nach den Gründen. Dafür gibt es bereits unterschiedliche Hilfsmittel und Werkzeuge in Papierform oder EDV-gestützt.
Ganzheitliche Unfallanalysen kosten Zeit, Geld und Mühen
Eine systematische Analyse in der Praxis ist aufwendiger und nicht so einfach, denn:
- der Zeitaufwand ist sehr hoch,
- die Methode ist kosten- und ressourcenintensiv,
- bei wenigen Unfällen fehlen statistische Grundlagen,
- der Nutzer muss ausgebildet werden,
- damit Mitarbeiter Beinahe-Unfälle melden, muss viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.
Problematische Befragung
Grundlage einer ganzheitlichen Ereignisanalyse, auch als Root-Cause-Analyse bezeichnet, ist eine Befragung der Beschäftigten. Anhand der Fragen sollen der Unfallhergang und die Hintergründe ermittelt werden.
Doch gerade diese Methode sehen die Tagungsteilnehmer als problematisch an. Die Beschäftigten seien den Fragen gegenüber oft misstrauisch. Außerdem befürchten sie eine mögliche Schuldzuweisung, während der Nutzen kaum gesehen wird.
Doch der Aufwand für ganzheitliche Unfallanalysen lohnt sich
- Unfallschwerpunkte, Unfallhäufigkeiten und Verletzungsarten sowie Gefahrenquellen können aufgedeckt werden,
- zukünftige Fehler und Unfälle lassen sich durch die Erkenntnisse vermeiden,
- mit der verunfallten Person werden Gespräche geführt.
Tagung der BAuA
Vorgestellt wurden erste Ergebnisse des Projekts "Ganzheitliche Ereignisanalyse effektiv und effizient durchführen - Handlungshilfen zur nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit im Betrieb", mit dessen Hilfe ein Leitfaden entstehen soll.
Insbesondere Klein- und mittelständische Unternehmen sollen damit die ganzheitliche Ereignisanalyse optimal durchführen können.
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