Mecklenburg-Vorpommern verbeamtet hunderte Lehrer falsch
Hunderte Lehrer sind in MV fehlerhaft verbeamtet worden. Dabei geht es um Gymnasiallehrer, die wegen des Lehrermangels nicht an Gymnasien eingesetzt werden, aber an ihren Schulen dennoch als Studienräte verbeamtet wurden. Dies ist laut Besoldungsgesetz nicht erlaubt. Ein Sprecher des Bildungsministerium bestätigte dies, es handele sich aber lediglich um ein formaljuristisches Problem. Der Fehler sei im Ministerium bei einem Einzelfall aufgefallen.
300 Gymnasiallehrer an Regionalen Schulen als Studienräte verbeamtet
Hintergrund ist der Lehrermangel und eine Formulierung im Landesbesoldungsgesetz. Dem Nordosten fehlen Lehrer, doch nicht für alle Schularten gleich stark. Weil Absolventen im Land gehalten werden sollen und besonders an Regionalen Schulen Lehrkräfte fehlen, wurden in den letzten Jahren laut Ministerium 300 Gymnasiallehrer zum Beispiel an Regionalen Schulen als Studienräte verbeamtet. Doch Studienräte dürfen, so schreibt es das Besoldungsgesetz vor, nur an Gymnasien oder in vergleichbaren Positionen ernannt werden, nicht aber an Regional- oder Grundschulen.
Änderung des Besoldungsgesetzes
Um das Problem aus der Welt zu schaffen, soll das Besoldungsgesetz geändert werden. Da es wegen des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst ohnehin gerade überarbeitet wird, soll in diesem Zuge auch die Formulierung angepasst werden, bestätigen Bildungs- und Finanzministerium.
Verbeamteten Lehrern soll kein Nachteil entstehen
Den «falsch» eingesetzten Lehrern sollen indes keine Nachteile entstehen. «Die Verbeamtungen haben Bestand. Es muss nichts zurückgezahlt werden», sagte der Sprecher. Nach Lesart des Ministeriums betrifft das Problem ausschließlich zukünftige Einstellungen. Denn da das Besoldungsgesetz das bisherige Modell nicht erlaubt, müssten Gymnasiallehrer, die aber nicht an Gymnasien verbeamtet werden, niedriger eingruppiert werden - die neuen Lehrer würden weniger verdienen.
Dies würde den Lehrermangel dramatisch verstärken, fürchtet die Bildungspolitikerin und Fraktionschefin der Linken, Simone Oldenburg. «Es ist Sache der Landesregierung, das Besoldungsgesetz und die Laufbahnverordnung so zu gestalten, dass derartige Ungleichbehandlungen künftig vermieden werden», sagte sie.
Verbeamtung zentrale Maßnahme gegen Lehrermangel
«Die Verbeamtung ist aus Sicht der Politik eine zentrale Maßnahme gegen den Mangel an Lehrkräften», erklärte auch der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Maik Walm.
«Bei Einstellungen zum kommenden Schuljahr schauen wir uns jeden Einzelfall an, um individuelle Lösungen zu finden», sagte der Ministeriumssprecher. «Wir unternehmen alles, um möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer einzustellen.» Wie genau die Lösung aussehen soll, sagte er nicht. In der Vergangenheit sei eine Notlösung diskutiert worden, bei der die Absolventen an Gymnasien verbeamtet und dann an eine Regionale Schule abgeordnet werden könnten.
-
Gewerkschaften stimmen der TV-L Tarifrunde 2026 zu
2.260
-
Beschäftigte des Landes Hessen erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt
1.885
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
1.5632
-
Entgelttabelle TV-L
1.259
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
1.2341
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
1.014
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
649
-
Entgelttabelle TVöD - Sozial- und Erziehungsdienst
603
-
Hilfsweise ordentliche Kündigung „zum nächstmöglichen Termin“
560
-
Probezeitkündigung im öffentlichen Dienst - das gilt es zu beachten
449
-
Vergaben des Bundes nur noch zu Tarifbedingungen
01.04.2026
-
Beschäftigte des Landes Hessen erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt
30.03.2026
-
Polizeihauptkommissar wegen Verstoß gegen Verfassungstreue um zwei Besoldungsgruppen zurückgestuft
23.03.2026
-
Kirchenaustritt ist kein Kündigungsgrund
18.03.2026
-
Gewerkschaften stimmen der TV-L Tarifrunde 2026 zu
13.03.2026
-
Urlaub wird auf der Grundlage von Arbeitstagen berechnet
12.03.2026
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
10.03.20262
-
Polizeikommissarin wegen Änderung des Geschlechtseintrags von Beförderung ausgeschlossen
05.03.2026
-
Mehr Schutz für Gerichtsvollzieher: Notrufpager mit Mithörfunktion und neue Ausrüstung
26.02.2026
-
Thüringen muss AfD-Bewerber für Landesverwaltungsamt anhören
25.02.2026