1.000 neue Stellen für Pflege
«Wir brauchen mehr Personal», sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU), «ein "Weiter so" darf es in unserem Land nicht geben.» Bachmann kündigte an, in Kürze mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und den Krankenkassen über die Refinanzierung der zusätzlichen Stellen zu sprechen.
Neue Stellen in der Krankenpflege
Die neuen Stellen sollten vor allem in der Krankenpflege geschaffen werden. Nach Angaben des Ministeriums ist seit 1996 in diesem Bereich die Zahl der Pflegekräfte um 300 auf rund 6.500 gesunken. Insgesamt gebe es derzeit im Saarland rund 20.000 Beschäftigte in der Pflege.
Das Parlament beschloss mit den Stimmen von CDU, SPD und Piraten bei Enthaltung von Grünen und Linken einen Antrag zum Thema «Gute Pflege ist Menschenwürde». Die Zahl der Pflegebedürftigen wird von jetzt 34.000 voraussichtlich auf rund 40.000 im Jahr 2030 wachsen.
Mehr Unterstützung des Bundes gefordert
Der SPD-Sozialexperte Volker Schmidt forderte eine stärkere finanzielle Hilfe des Bundes. Die Antworten auf den Pflegebedarf dürften «nicht in erster Linie durch finanzielle Restriktionen geleitet» sein. Astrid Schramm (Linke) warf der Koalition «Eigenlob» vor. Das Gesundheitssystem sei unterfinanziert. «Profitinteresse und Kostendruck sind Ursachen für den Pflegenotstand», sagte sie.
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