Regierung fordert mehr Geld für Altenpfleger
Trotz enormen Bedarfs an Altenpflegern in Deutschland schreckt schlechte Bezahlung viele junge Menschen von diesem Beruf ab. Darauf machte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), aufmerksam. Er forderte flächendeckend faire Löhne.
Gesetzentwurf zur nächsten Stufe der Pflegereform geplant
Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) kündigte unterdessen an, für die nächste Stufe seiner Pflegereformen im Sommer einen Gesetzentwurf vorzulegen. Das Ziel: eine grundlegend besseren Betreuung vieler Demenzkranker in Deutschland.
Verdienst in der Krankenpflege besser als in der Altenpflege
Laumann stellte eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit vor. Demnach bestehen von Region zu Region erhebliche Gehaltsunterschiede. Zudem verdienten Beschäftigte in der Krankenpflege eher gut, in der Altenpflege deutlich schlechter. Laumann: «Wenn in allen Bundesländern die Fachkräfte der Altenpflege gegenüber vergleichbaren anderen Fachkräften bis zu 19 Prozent weniger verdienen, läuft etwas falsch.»
Die Studie wies auch eine hohe Teilzeitquote in der Pflege aus. Nur jede zweite Kraft hat demnach eine Vollzeitstelle. Der CDU-Politiker bekräftigte die Absicht der Bundesregierung, die Ausbildung für Kranken- und Altenpflege zu vereinheitlichen.
Änderung der Begutachtung und mehr Pflegestufen
Neben Bezahlung und Ausbildung will die Regierung die Pflegeleistungen erneut angehen. Als Etappe einer grundlegenden Neuausrichtung wurden in einem offiziellen Fachgremium erste Ergebnisse einer Erprobung neuer Kriterien vorgestellt, nach der Pflegebedürftige künftig begutachtet werden sollen.
Künftig soll es statt drei Pflegestufen fünf Pflegegrade je nach Beeinträchtigung geben. Kriterien sind dann auch etwa geistige Fähigkeiten oder soziale Kontakte - Demenzkranke sollen systematisch in die Pflegeversicherung aufgenommen werden.
Gröhe sagte: «Die Ergebnisse der Erprobung zeigen: Das neue Begutachtungsverfahren funktioniert.» Jetzt gehe es darum, Tempo zu machen. Gernot Kiefer, Vorstand des Krankenkassen-Spitzenverbands, sagte, die Erprobung helfe, Ungerechtigkeiten und Fehler bei der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs zu vermeiden.
Der Präsident des Sozialverbands Deutschland, Adolf Bauer, machte mangelhafte Ausbildung, schlechte Arbeitsbedingungen und demografischen Wandel für den «Pflegekräftenotstand» verantwortlich. «Der Personalmangel in der Altenpflege wird sich künftig erheblich verschärfen», prophezeite Bauer.
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