Hat der Arbeitnehmer seinen Wohnsitz in Deutschland und übt seine Tätigkeit in Bosnien und Herzegowina für einen weder in Deutschland noch in Bosnien und Herzegowina ansässigen Arbeitgeber aus, gilt das Gleiche wie bei dem in Deutschland ansässigen Arbeitgeber. Entscheidend ist lediglich, ob der Arbeitgeber in Bosnien und Herzegowina ansässig ist.[1] Ist dies nicht der Fall, ist es unerheblich, ob er in Deutschland oder in einem anderen Staat ansässig ist. Es kommt also auch in letzterem Fall darauf an, ob der Arbeitnehmer die 183-Tage-Frist erfüllt.

 
Praxis-Beispiel

Arbeitgeber aus einem anderen Staat

Arbeitnehmer A hat seinen Wohnsitz in Deutschland. Für seinen in Schweden ansässigen Arbeitgeber ist A mehrere Monate lang in Bosnien und Herzegowina tätig.

Ergebnis: Anzuwenden ist hier das DBA Deutschland-Bosnien und Herzegowina, da A in Deutschland ansässig ist und seine Tätigkeit in Bosnien und Herzegowina ausübt. Auf die Ansässigkeit des Arbeitgebers kommt es nicht an, da er nicht in Bosnien und Herzegowina ansässig ist. Für die Frage der Besteuerung oder Steuerfreistellung in Deutschland ist daher die 183-Tage-Frist des DBA Deutschland-Bosnien und Herzegowina anzuwenden.

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