Werbung mit Garantieversprechen ist rechtens
Im vorliegenden Fall stritten sich zwei Unternehmen, die beide Toner und Tintenpatronen für Drucker über das Internet vertreiben. Das beklagte Unternehmen warb auf seiner Website mit der Angabe "3 Jahre Garantie". Die Klägerin warf ihm vor, unzulässig zu handeln, weil es nicht genau die Bedingungen erkläre, unter denen der Garantiefall eintrete und nicht sage, unter welchen Umständen der Verbraucher die Garantie in Anspruch nehmen kann.
Das Landgericht Bielefeld hatte die Klage abgewiesen, das Oberlandesgericht Hamm dagegen hatte dem Kläger im Berufungsverfahren Recht gegeben und der Beklagten untersagt, weiter mit der Drei-Jahres-Garantie zu werben.
Der Bundesgerichtshof hat dieses Berufungsurteil aufgehoben und das landgerichtliche Urteil wiederhergestellt. Begründung: Die Werbung mit einer garantie sei nicht gleichzusetzen mit der Garantieerklärung. Letztere müsse alle Einzelbestimmungen genau auflisten. Die Werbung kündige die Garantie nur an, ohne sie rechtsverbindlich zu versprechen (I ZR 133/09).
-
Wohnrecht auf Lebenszeit trotz Umzugs ins Pflegeheim?
1.2622
-
Vollstreckung rückständiger Rundfunkgebühren häufig angreifbar
718
-
Überbau und Konsequenzen – wenn die Grenze zum Nachbargrundstück ignoriert wurde
553
-
Klagerücknahme oder Erledigungserklärung?
494
-
Die geplante EU Inc. – Eine neue europäische Rechtsform für Start-ups und innovative Unternehmen
438
-
Wann muss eine öffentliche Ausschreibung erfolgen?
365
-
Die Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB
355
-
Wann ist ein Anspruch verwirkt? Worauf beruht die Verwirkung?
351
-
Eigenbedarfskündigung bei Senioren – Ausschluss wegen unzumutbarer Härte?
337
-
Brief- und Fernmelde-/ Kommunikationsgeheimnis: Was ist erlaubt, was strafbar?
304
-
Nach dem Supreme Court und der Rückzahlung kommt die nächste Welle
02.04.2026
-
EU-Kommission legt Vorschlag für EU Inc. vor
01.04.2026
-
Die geplante EU Inc. – Eine neue europäische Rechtsform für Start-ups und innovative Unternehmen
23.03.2026
-
Reservierungsbitte für Hotelzimmer ist ohne Preisangabe unverbindlich
19.03.2026
-
UN-Kaufrecht: Käuferfreundlich oder verkäuferfreundlich?
18.03.2026
-
Der Widerrufsbutton kommt – Neue Pflicht für den Online-Handel ab 19. Juni 2026
18.03.2026
-
§ 377 HGB in der Praxis – Haftungsfallen, Beweisprobleme und Besonderheiten des Streckengeschäfts
16.03.2026
-
Unterlassungsverfügung verpflichtet nicht zur Einreichung der ursprünglichen Gesellschafterliste
12.03.2026
-
Steuerhinterziehung: BGH ändert Rechtsprechung zur Umsatzsteuervoranmeldung
12.03.2026
-
Höchstalter 70 Jahre für Geschäftsführer ist keine Diskriminierung
11.03.2026
Fri Jun 14 00:19:39 UTC 2024 Fri Jun 14 00:19:39 UTC 2024
Haufe Online Redaktion: Dieser Text wurde redaktionell gelöscht.