Schwere körperliche Arbeit in ungünstiger Umgebung
Bei der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 wurden auch 427 Erwerbstätige aus Hochbau-, Tiefbau-, Ausbauberufen sowie Bauhilfsarbeiter befragt. Daraus wird klar: Die Arbeitsbedingungen auf dem Bau sind immer noch durch schwere körperliche Arbeit geprägt, trotz technischen Fortschritts, wie das Factsheet der BAuA betont.
Arbeiten auf dem Bau bedeutet im Stehen mit den Händen arbeiten, schwer tragen oder heben
Die körperlich schwere Arbeit am Bau ist vor allem gekennzeichnet durch:
- Arbeiten im Stehen,
- Arbeiten mit den Händen,
- schwer heben und tragen sowie
- Arbeiten in Zwangshaltung.
Laut, dreckig, zu heiß oder sehr kalt geht es zu auf dem Bau
Hinzu kommen ungünstige Umgebungsbedingungen wie Witterung, Schmutz und Lärm, unter denen die Erwerbstätigen in den Bauberufen arbeiten müssen. Diesen sind sie z. T. doppelt bis dreimal so oft ausgesetzt wie andere Erwerbstätige.
Erschütterungen, Schwingungen und Stöße müssen Bauarbeiter viermal so häufig aushalten
Erschütterungen, Schwingungen und Stöße müssen die Beschäftigten in den Bauberufen fast viermal so häufig hinnehmen wie andere Erwerbstätige.
Arbeiten auf dem Bau heißt monotones Arbeiten bis an die Leistungsgrenze
Bei den psychischen Belastungen wurden vor allem eingeschränkte Handlungsspielräume, monotone Arbeitsabläufe, Termin- und Leistungsdruck sowie das Arbeiten an der Grenze der Leistungsfähigkeit genannt.
Mehr Muskel-Skelett-Beschwerden und psychosomatische Leiden
40 % der Erwerbstätigen in Bauberufen gaben an, unter vier oder mehr Beschwerden am Muskel-Skelett-Apparat zu leiden. Bei Männern in anderen Berufen liegt dieser Wert bei nur 17 %. Auch psychosomatische Beschwerden treten deutlich häufiger auf.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator für Baustellen
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