Menschen mit Migrationsgeschichte in Bundesbehörden
Menschen mit Migrationsbiografie bewerben sich einer Studie zufolge aus Angst vor Diskriminierung oftmals nicht für Jobs in Bundesbehörden. «Ich habe das Gefühl, dass praktizierenden muslimischen Menschen insbesondere in der Verwaltung und im öffentlichen Dienst mit Vorbehalten begegnet wird», berichtete einer der Befragten des Pilotprojekts «Vielfalt im Amt». «Ich befürchte, mich verstellen zu müssen.»
Für das Projekt wurden dreimonatige Praktikumsplätze an Bewerber und Bewerberinnen mit Migrationsbiografie vergeben und diese dabei für eine Fallstudie betreut und befragt. Einer von ihnen war Darius Sultani, der im Umweltministerium hospitierte. «Die einzige, nicht weiß gelesene Person auf dem Gang zu sein, fühlt sich seltsam an», sagte er bei der Vorstellung des Projekts am 21. März 2023 in Berlin. Er habe sich oft gefragt, ob er «hier als ganz normaler Hospitant oder als Repräsentant für Vielfalt» sei.
Bundesbehörden müssen Offenheit und Vielfalt nach außen vermitteln
Der Studie zufolge fehlen den Befragten im öffentlichen Dienst «Vorbilder oder Personen, die einem erzählen, wie man den Einstieg schaffen kann». Bundesbehörden müssten Offenheit und Vielfalt authentisch nach außen vermitteln, um mehr Menschen mit Migrationsbiografie für Jobs zu gewinnen.
Menschen mit Migrationsgeschichte in Bundesbehörden unterrepräsentiert
Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind nach Angaben der Deutschlandstiftung Integration und dem Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, die das Projekt betreuten, in der Bundesverwaltung unterrepräsentiert. Während ihr Anteil in der Bevölkerung 2021 bei 27,2 Prozent gelegen habe, habe er dort lediglich 12 Prozent betragen.
Nach Ansicht von Regierungssprecher Steffen Hebestreit kann auch das Bundespresseamt noch besser werden in Sachen Vielfalt. «Die Frage hat mich auch umgetrieben», sagte Hebestreit. «Wir sind noch nicht so richtig weit genug gekommen.»
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