Emojis im Arbeitskontext: Vorteile und Stolperfallen
Eines gleich vorweg: Dass Emojis auch in den Arbeitsalltag gehören, finden 53 Prozent der Befragten – in Deutschland sogar 60 Prozent. 30 Prozent würden allerdings nie ein Emoji an den Vorgesetzten oder die Vorgesetzte senden. In Nachrichten an Freunde und Familie verwenden sie hingegen ganze zwei Drittel der Befragten.
Die von Duolingo und Slack in Auftrag gegebene Umfrage stützt sich auf Antworten von 9.400 Angestellten in hybriden Bürokonzepten aus Europa, Asien und Nordamerika. Diese Zahlen werden sich in den nächsten Jahren aber ziemlich sicher ändern, wenn die nächste Generation der Digital Natives den Arbeitsmarkt erobert.
Ein Emoji sagt mehr als tausend Worte
Von wegen nur lustige Smileys: Wenn sie als Teil der Arbeitssprache akzeptiert werden, können Emojis einen großen Beitrag zur Effizienzsteigerung leisten. Denn richtig verwendet minimieren sie unnötige Kommunikation und ersetzen aufwendige Follow-up-Nachrichten.
54 Prozent der befragten Mitarbeitenden sagen, dass die Verwendung von Emojis die Kommunikation bei der Arbeit beschleunigen kann. Und dabei fühlen sie sich im besten Falls sogar besser verstanden als "nur" mit Worten: 58 Prozent geben an, dass sie durch die Verwendung von Emojis bei der Arbeit mit weniger Worten mehr Feinheiten kommunizieren können. In den USA sagen das sogar 69 Prozent.
Im Arbeitsalltag nicht in den Chat gehören allerdings 💋-Emojis. Auch (zumindest in Deutschland) zweideutige Emojis wie 🍆 und 🍑 würden die Befragten nicht im Chat Mit Kolleginnen und Kollegen nutzen.
Achtung, Missverständnis: Kulturelle Unterschiede bei Emoji-Nutzung
Die Vereinfachung und Beschleunigung der Kommunikation durch Emojis setzt allerdings ein gemeinsames Emoji-Verständnis voraus. Und dieses variiert nicht nur zwischen verschiedenen Ländern und Nationalitäten: Auch innerhalb einer Organisation kommt es häufiger zu Missverständnissen, wie die Umfrage zeigt.
Über ein Viertel der Befragten in Deutschland hat schon einmal ein Emoji missverstanden oder eines versendet, das der Empfänger anders interpretiert hat. In internationalen Teams ist diese Problematik aufgrund der kulturellen Unterschiede umso größer. Das zeigen zwei Beispiele aus der Umfrage sehr anschaulich:
- 💸 Bezeichnet es einen Geldverlust oder einen Geldgewinn? Das kommt ganz darauf an, wen Sie fragen: 28 Prozent der Befragten interpretieren es als "Verlust" und 31 Prozent als "Gewinn".
- 🙂 Größtenteils wird das Emoji zum Ausdruck von "Glücksgefühlen" (38 Prozent) und "allgemeinen positiven Gefühlen" (39 Prozent) verwendet. Interessanterweise nutzen es aber auch viele Menschen, um "tiefe Verärgerung und/oder Misstrauen" (14 Prozent) zu zeigen. Die Befragten in Amerika und Singapur gaben am häufigsten "tiefe Verärgerung" an (20 Prozent und 19 Prozent), in Kanada, Korea und Japan dagegen ist diese Interpretation am seltensten.
Wenn alles gut geht, können Emojis allerdings Nähe schaffen: 67 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich in einer Unterhaltung einander näher und verbundener fühlen, wenn die Person, der sie ein Emoji schicken, es versteht.
Das könnte Sie auch interessieren:
Kommunikation: Die energetische Signatur beachten
Acht Tipps für eine ansprechende und entspannte Online-Kommunikation
-
Die wichtigsten Termine 2026 für Personalprofis
2276
-
Deutschlands beste Arbeitgeber 2026 stehen fest
209
-
Ein Experiment zeigt, wie sich Krankheitstage senken lassen
57
-
Wie man einen Ruf schädigt: der Fall Cawa Younosi
292
-
Grieger-Langer und die gefakte Kundenliste
25
-
40 HR-Köpfe 2025: Gewinner Management
22
-
HR-Personalwechsel im Dezember
20
-
Gewinner des HR Innovation Awards bieten Lösungen für den Mittelstand
17
-
HR-Personalwechsel im Januar
17
-
Rebecca Steinhage wird Arvato-Personalchefin
17
-
HR-Personalwechsel im März
31.03.2026
-
KI, Leistung und Lernen – wie HR die Zukunft gestaltet
30.03.2026
-
Deutschlands beste Arbeitgeber 2026 stehen fest
20.03.2026
-
60 Jahre Kampf gegen Rassismus – und der blinde Fleck von HR
19.03.2026
-
Bühne frei für Recruiting-Poeten
11.03.2026
-
Jetzt für den HR Innovation Award 2026 bewerben
09.03.2026
-
Wie Hightech das kulturelle Rollback fördert
05.03.2026
-
HR-Personalwechsel im Februar
02.03.2026
-
Digitalisierung und KI im Fokus der DSAG-Personaltage
24.02.2026
-
Ukrainische Geflüchtete – Erfolgreiche Integration bei hohen Sozialtransfers
19.02.2026