Haufe Wesentlichkeitsanalyse: Der erste Schritt zum Bericht

Über ihre Wirtschaftsaktivitäten und Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu berichten, ist für viele Unternehmen immer noch Neuland. Und die Wesentlichkeitsanalyse ist der erste Schritt. Haufe hat mit der Haufe Wesentlichkeitsanalyse eine Lösung dafür entwickelt. Die Softwareanwendung umfasst fundiertes Fachwissen zur Regulatorik und den einzelnen Prozessschritten, so dass Anwender:innen den Prozess eigenverantwortlich gestalten können. Unternehmen sollen die Wesentlichkeitsanalyse rechtssicher, effizient und selbstgesteuert angehen können, damit sie die Nachhaltigkeitsthemen identifizieren, bei denen sie den größten Hebel besitzen.
Worum es bei der Wesentlichkeitsanalyse geht
Eine Wesentlichkeitsanalyse – auch Materialitätsanalyse genannt – ist ein anhaltender Prozess, in dem Anwender:innen verschiedene Nachhaltigkeitsthemen für ein Unternehmen feststellen und bewerten können. Sie dient als Grundlage für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und soll helfen zu definieren, welche ESG-Themen den größten Impact oder die größte finanzielle Bedeutung haben.
In der Folge können die Verantwortlichen passende Schwerpunkte setzen, Ressourcen effizienter einzusetzen und strategische Entscheidungen treffen. Wichtig ist, dass die ESG-Themen priorisiert werden, die den größten Nutzen oder die größte Wirkung für nachhaltiges Handeln haben. Allerdings entscheiden nicht nur das Unternehmen und seine Stakeholder allein über die Wesentlichkeit von Themen. Es gilt nämlich auch regulatorische Anforderungen einzuhalten.
„Die Themenvielfalt der ESRS zu bewältigen ist eine intensive und auch kooperative Aufgabe für Unternehmen. Für eine realistische und vollständige Wesentlichkeitsanalyse müssen meist verschiedene Abteilungen und auch Stakeholder gut informiert und koordiniert werden. Dieser Aufwand lohnt sich allerdings“, erklärt Yvonne Ebert, Senior Product Managerin bei Haufe.
Das ist neu an der Wesentlichkeitsanalyse nach CSRD
Zunächst werden nach der CSRD große Unternehmen gesetzlich zum Nachhaltigkeitsreporting verpflichtet. In ihren Lagebericht müssen sie nicht nur finanzielle, sondern auch nicht-finanzielle Informationen über Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) integrieren.
Wirklich neu und entscheidend an den neuen Berichtsanforderungen: Die Durchführung einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse ist nun Pflicht. Demnach ist ein Nachhaltigkeitsthema dann wesentlich und berichtspflichtig, wenn mindestens eine der beiden Perspektiven erfüllt ist:
- Inside-Out-Perspektive (= Impact Materialität): Das Unternehmen hat in dem Bereich erhebliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Hier werden Aspekte identifiziert, die für die betroffenen Interessengruppen relevant sind und einen Einfluss auf das Ansehen, die Reputation und die langfristige Nachhaltigkeit des Unternehmens haben können.
- Outside-in-Perspektive (= finanzielle Materialität): Hierbei werden die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsaspekten auf die finanzielle Leistung und den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bewertet. Es werden also Aspekte identifiziert, die finanziell signifikant sind und das Unternehmen in Bezug auf Erträge, Kosten, Vermögenswerte oder Haftungsverpflichtungen beeinflussen können.
„Die Haufe Wesentlichkeitsanalyse unterstützt Unternehmen dabei, den ersten Schritt zum Nachhaltigkeitsbericht zu gehen. Die Anwendung verbindet Prozessbegleitung mit der Fachexpertise von Haufe,“ betont Yvonne Ebert.
Weitere Informationen finden Sie hier.
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