Steuerberater und Mandanten müssen noch viel vorbereiten

Lange war spekuliert worden, ob die verpflichtende Abgabe von elektronischen Bilanzen anhand der veröffentlichten Taxonomien tatsächlich wie geplant kommt oder nochmals verschoben wird. Inzwischen steht jedoch fest, dass die E-Bilanz für Wirtschaftsjahre ab 2013 verpflichtend ist.
Viele Schritte bis zur E-Bilanz
Bis zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2013 sollte der Anpassungsbedarf für das Unternehmen ermittelt und die Wertfindung der Pflichtfelder sichergestellt werden. Mit dem nächsten Schritt ist ein XBRL-System einzuführen. Danach folgen Schulung der Mitarbeiter, Testing und Going Live.
Dies veranschaulicht, dass die Einführung der E-Bilanz nicht nebenher in zwei, drei Wochen erledigt werden kann, sondern ein Projekt ist, das erheblich Zeit in Anspruch nimmt und auch personelle Ressourcen bindet.
Umfrageergebnisse
Die Ergebnisse einer Umfrage, die im Rahmen eines Online-Seminars von Haufe online training plus im Juli 2012 durchgeführt wurde, machen deutlich, dass der Aufwand bei der Einführung der E-Bilanz möglicherweise von vielen Beratern und Unternehmen unterschätzt wird. Denn 57,35 % der 68 Teilnehmer gaben an, bislang eine abwartende Haltung eingenommen und noch keine konkreten Umsetzungsmaßnahmen ergriffen zu haben.
Dagegen haben nur 10,29 % den E-Bilanz-Prozess schon aufgesetzt, um das Veranlagungsjahr 2012 als "Testjahr" zu nutzen und sind damit auf der sicheren Seite. Gut vorbereitet stehen auch diejenigen da die zumindest schon konkret an der Umsetzung gearbeitet und u. a. ein "Test-Mapping" durchgeführt haben (2,94 %).
Die restlichen Teilnehmer (29,41 %) haben lediglich erste Vorkehrungen getroffen und die grundlegenden Projektschritte zur Einführung besprochen bzw. beschlossen.
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