DIHK und Trittin streiten weiter über grüne Steuerpläne
In einem Schreiben an den Grünen-Spitzenkandidaten Jürgen Trittin, aus dem "Süddeutsche Zeitung" und "Rheinische Post" (Donnerstag) zitieren, bekräftigt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) seine Kritik.
"Der Zusammenhang zwischen Steuern, Investitionen und Beschäftigung ist in der Fachwelt theoretisch und empirisch belegt", antwortet DIHK-Chef Eric Schweitzer darin an die Adresse Trittins. Dieser hatte ihn in der vergangenen Woche ebenfalls schriftlich aufgefordert, von der Aussage Abstand zu nehmen, dass die Grünen-Pläne Hunderttausende Arbeitsplätze vernichteten. Die dazu von dem Verband angefertigten Berechnungen seien "statistisch unzulässig".
Die Grünen hatten Ende April auf ihrem Parteitag ihr Wahlprogramm beschlossen, das unter anderem eine Anhebung des Spitzensteuersatzes und die Einführung einer Vermögensabgabe vorsieht. Schweitzer hatte die Steuerpläne heftig kritisiert und als "Jobkiller" bezeichnet.
Auch Union und FDP rügten die Pläne scharf. Bund, Länder und Gemeinden sollten ihre Investitionen in Bildung und Infrastruktur steigern, ohne dafür die Steuern zu erhöhen, schreibt Schweitzer jetzt. "Dafür stehen angesichts der Gesamtsteuereinnahmen bei Bund, Ländern und Gemeinden auf Rekordniveau ausreichend Mittel zur Verfügung." Der Staat profitiere überproportional vom Wachstum - "seine Einnahmen steigen stärker als die Wirtschaftsleistung".
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Klaus Borgetto
Thu May 16 11:01:00 UTC 2013 Thu May 16 11:01:00 UTC 2013
Wenn ein Spitzenkandidat einer Partei, die in die Regierungsverantwortung will, diesen Zusammenhang nicht begreift, dass zusätzliche Belastung von Betriebsvermögen diese Unternehmen schwächt, dann ist er sicherlich nicht Spitze und schon gar nicht mein Kandidat. Zusätzliche Steuerbelastungen, die nicht an den Gewinn angekoppelt sind kosten nun mal Geld, das dann an anderer Stelle z.B. für Forschung fehlt.
Aber wir haben Herrn Trittin schon das so "gut funktionierenden" Flaschenpfand und damit ein Heer von zehntausende von Flaschensammlern auf Bahnhöfen, Flugplätzen und Straßen zu verdanken, so dass jeder aufmerksame ausländische Besucher der Meinung ist, dass Deutschland kein oder nur ein unzureichendes soziales Sicherungsnetz hat und nicht eine der besten und teuersten sozialen Absicherungen der Welt. Der Gewinn des Flaschenpfandes liegt zwar unbestritten in der Sauberkeit von öffentlichen Bereichen, was diese Abfallprodukte betrifft, aber eben auch in den Kassen der Abfüllbetriebe.