Unternehmen fehlt es an Umsetzungsstrategien
72% der Mittelständler wollen nicht in CSR-Maßnahmen investieren
Der deutsche Mittelstand erwirtschaftet ca. ein Drittel aller Umsätze in Deutschland und beschäftigt sogar zwei Drittel aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Die große Bedeutung, Einfluss auf die nachhaltige Entwicklung nehmen zu können, ist daher kaum zu leugnen. Die Technische Universität Dortmund hat gemeinsam mit Baker Tilly vor diesem Hintergrund 229 mittelständische Unternehmen zu deren Nachhaltigkeitsengagement und dem Stellenwert von Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen befragt. Rund 23% der Probanden gaben in diesem Zusammenhang an, dass sie bisher keine CSR-Maßnahmen in die Unternehmensplanung integriert haben. Einer der Hauptgründe war dabei, dass vielen Unternehmen Lösungsansätze und definierte Parameter fehlen würden, auf die sie sich dabei beziehen können. Zudem sind nur 28% gewollt, ein bestimmtes Budget für CSR-Maßnahmen in die Planung mit aufzunehmen. Bisher gibt es verpflichtende Richtlinien, wie das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, nur für große und börsennotierte Unternehmen. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass durch eine Art Ausstrahlwirkung diese Verpflichtung auch auf Mittelstandsunternehmen ausgeweitet wird, nicht zuletzt durch die zahlreichen Zulieferer für Großunternehmen.
Vergleichbarkeit aufgrund fehlender Standards nicht möglich
Aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen und Parameter für die Berichterstellung nutzen knapp 75% der befragten Unternehmen eigene Grundsätze und Entwürfe. Dies erschwert allerdings die Vergleichbarkeit oder macht sie gar unmöglich.
Mögliche Lösungsansätze für diese Problematik können standardisierte Rahmenwerke z.B. nach dem Vorbild der Global Reporting Initiative (GRI)-Richtlinien sein, da diese international anerkannt sind und von großen Unternehmen gerne genutzt werden.
Nachhaltigkeitsstrategien zahlen sich langfristig aus
Oftmals werden von den Unternehmen allerdings nur die Herausforderungen und die damit verbundenen Ausgaben wahrgenommen. Doch eine integrierte Nachhaltigkeitsstrategie übersteigt langfristig die Kosten und trägt damit zum Unternehmenserfolg bei. Ressourcenschonung und Energieeffizienz beispielsweise erhöhen die Profitabilität. Und auch die Stakeholder von mittelständischen Unternehmen erwarten mehr und mehr die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichtes. Laut der GRI tun dies in Deutschland mittlerweile rund 17% aller Unternehmen. Zudem wird durch die Auseinandersetzung mit den Stakeholdern ein Lern- und Innovationsprozess in Kraft gesetzt, der wiederum einen deutlichen Mehrwert für die Unternehmen bringt. Als zusätzliche Motivation hat der Staat ein Förderprogramm auf den Weg gebracht, mit dessen Mitteln Umwelt- und Energiemanagementsysteme unterstützt werden.
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