Europace Hauspreisindex (EPX)

Preisdelle bei Eigentumswohnungen und Bestandshäusern


EPX: Preisdelle bei Eigentumswohnungen und Bestandshäusern

Der Europace Hauspreisindex EPX zeigt sich zum Jahresende 2025 insgesamt stabil. Gestiegen sind die Preise aber nur noch bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern, Bestandshäuser und Eigentumswohnungen verlieren an Wert.

Im Dezember 2025 gab es einen Abfall der Immobilienpreise in den Teilsegmenten Eigentumswohnungen sowie bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser – nur der Neubau verteuert sich weiter, wenn auch weniger rasant als noch im November.

Insgesamt sinkt der Europace Hauspreisindex (EPX) gegenüber dem Vormonat um 0,11 Prozent und landet bei einem neuen Gesamtwert von 220,71 Punkten (Basisjahr 2005 = Indexwert 100). Im Jahrevergleich sind die Preise um 1,90 Prozent gestiegen.

Eigentumswohnungen so günstig wie seit Mai 2025 nicht mehr

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im Dezember 2025 um 0,60 Prozent gefallen, der Teilindex notiert aktuell bei 217,37 Punkten. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate sind die Preise um 1,50 Prozent gestiegen. So günstig wie jetzt waren Eigentumswohnungen zuletzt vor sieben Monaten, im Mai 2025, wie es im EPX-Bericht heißt.

Auch im Segment der bestehenden Ein- und Zweifamilienhäuser fallen die Preise leicht: Mit einem Minus von 0,22 Prozent sinkt der Index auf 201,48 Punkte. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate legten die Preise um 1,40 Prozent zu.

Verteuert haben sich im Dezember 2025 nur noch neue Ein- und Zweifamilienhäuser: um 0,42  Prozent. Damit steigt der Hauspreisindex in diesem Segment auf 243,27 Punkte. Im Vorjahresvergleich stiegen die Baupreise um 2,68 Prozent.

"Insgesamt sehen wir leicht steigende Zinsen und enormen Druck auf den Mietmarkt, während die Nachfrage nach Eigentum auch im neuen Jahr 2026 weiter hoch bleibt. Es liegt an der Politik, dem Sorge zu tragen – wir plädieren weiterhin für die Abschaffung der Grunderwerbsteuer für den Ersterwerb", kommentiert Europace Co-CEO und Vorstand Stefan Münter den aktuellen Hauspreisindex.

Entwicklung der EPX-Preisindizes im Detail

Gesamtindex: stabil

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

Dezember 2025

220,71

- 0,11 Prozent

+ 1,90 Prozent

November 2025

220,95

+ 0,24 Prozent

+ 2,40 Prozent

Oktober 2025

220,43

+ 0,23 Prozent

+ 2,50 Prozent

September 2025

219,91

+ 0,48 Prozent

+ 2,65 Prozent

August 2025

218,87

- 0,09 Prozent

+ 2,41 Prozent

Juli 2025

219,20

+ 0,40 Prozent

+ 2,63 Prozent

Juni 2025

218,19

- 0,18 Prozent 

+ 2,45 Prozent

Mai 2025

218,58

+ 0,53 Prozent

+ 2,83 Prozent

April 2025

217,43

+ 0,01 Prozent

+ 2,72 Prozent

März 2025

217,41

+ 0,24 Prozent

+ 3,07 Prozent

Februar 2025

216,89

+/- 0,00 Prozent

+ 3,44 Prozent

Januar 2025

216,89

+  0,14 Prozent

+ 3,67  Prozent

Dezember 2024

216,59

+ 0,38 Prozent

+ 3,68 Prozent

Quelle: Europace

Eigentumswohnungen: fallend

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

Dezember 2025

217,37

- 0,60 Prozent

+ 1,50 Prozent

November 2025

218,68

- 0,24 Prozent

+ 2,50 Prozent

Oktober 2025

219,21

- 0,15 Prozent

+ 3,29 Prozent

September 2025

219,55

+ 0,13 Prozent

+ 3,19 Prozent

August 2025

219,27

+ 0,03 Prozent

+ 3,18 Prozent

Juli 2025

219,20

+ 0,64 Prozent

+ 3,24 Prozent

Juni 2025

217,80

+ 0,33 Prozent

+ 3,24 Prozent

Mai 2025

217,09

+ 0,40 Prozent

+ 3,71 Prozent

April 2025

216,23

- 0,01 Prozent

+ 4,48 Prozent

März 2025

216,26

+ 0,29 Prozent

+ 5,80 Prozent

Februar 2025

215,63

+ 0,11 Prozent

+ 6,33 Prozent

Januar 2025

215,40

+ 0,58 Prozent

+ 6,81 Prozent

Dezember 2024

214,16

+ 0,38 Prozent

+ 5,86 Prozent

Quelle: Europace

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: steigend

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

Dezember 2025

243,27

+ 0,42 Prozent

+ 2,68 Prozent

November 2025

242,25

+ 0,79 Prozent

+ 2,51 Prozent

Oktober 2025

240,35

+ 0,64 Prozent

+ 2,07 Prozent

September 2025

238,83

+ 0,63 Prozent

+ 2,25 Prozent

August 2025

237,34

- 0,49 Prozent

+ 1,74 Prozent

Juli 2025

238,50

+ 0,06 Prozent

+ 1,81 Prozent

Juni 2025

238,36

- 0,43 Prozent

+ 1,62 Prozent

Mai 2025

239,39

+ 0,57 Prozent

+ 1,93 Prozent

April 2025

238,35

- 0,13 Prozent

+ 1,17 Prozent

März 2025

238,35

+ 0,23 Prozent

+ 0,92 Prozent

Februar 2025

237,81

+ 0,29 Prozent

+ 0,97 Prozent

Januar 2025

237,13

+ 0,09 Prozent

+ 0,65 Prozent

Dezember 2024

236,91

+ 0,25 Prozent

+ 1,28 Prozent

Quelle: Europace

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: stabil

Monat

Indexwert

Veränderung / Vormonat

Veränderung / Vorjahresmonat

Dezember 2025

201,48

- 0,22 Prozent

+ 1,40 Prozent

November 2025

201,93

+ 0,10 Prozent

+ 2,16 Prozent

Oktober 2025

201,73

+ 0.18 Prozent

+ 2,18 Prozent

September 2025

201,36

+ 0,69 Prozent

+ 2,54 Prozent

August 2025

199,99

+ 0,26 Prozent

+ 2,36 Prozent

Juli 2025

199,47

+ 0,53 Prozent

+ 0,53 Prozent

Juni 2025

198,41

- 0,43 Prozent

+ 2,60 Prozent

Mai 2025

199,27

+ 0,63 Prozent

+ 2,96 Prozent

April 2025

198,03

+ 0,21 Prozent

+ 2,73 Prozent

März 2025

197,61

+ 0,20 Prozent

+ 2,79 Prozent

Februar 2025

197,22

- 0,47 Prozent

+ 3,41 Prozent

Januar 2025

198,15

- 0,28 Prozent

+ 4,10 Prozent

Dezember 2024

198,70

+ 0,52 Prozent

+ 4,30 Prozent

Quelle: Europace

Value-Prognose: Kaufpreise stabil, Mietdruck hält an

Nach einer deutlichen Erholung im Jahr 2025 bewegen sich die Angebotspreise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt im Dezember 2025 kaum, wie eine Analyse der Value AG zeigt, die den EPX begleitet. Bestehende Eigentumswohnungen verteuerten sich demnach im Monatsvergleich marginal um 0,1 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichneten einen Rückgang um 0,1 Prozent. Die Mieten sind um 0,2 Prozent gestiegen.

Trotz des ruhigen Dezembers schließt das vierte Quartal 2025 insgesamt positiv ab, wie die Zahlen der Value Data Insights zeigen: für Ein- und Zweifamilienhäuser wird ein Quartalsplus von 0,8 Prozent errechnet, Eigentumswohnungen legten um 0,3 Prozent zu, und der Mietmarkt unterstreicht die Sonderrolle mit einem deutlichen Zuwachs von plus 1,04 Prozent gegenüber dem dritten Quartal.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2024 wird das Ausmaß der Markterholung deutlich: Eigentumswohnungen verteuerten sich ebenso wie Ein- und Zweifamilienhäuser um plus 4,4 Prozent. Mietwohnungen legten im Vorjahresvergleich um plus 4,2 Prozent zu.

"Hinter uns liegt ein Jahr der Konsolidierung, in dem die Immobilienpreise das Tief endgültig durchschritten haben", erklärt Sebastian Hein, Director bei der Value AG. Die Seitwärtsbewegung im Dezember 2025 sei kein Vorbote neuerlicher Abschläge, sondern ein kurzfristiges Einpendeln auf dem neuen Preisniveau. "Für 2026 dürfte sich der Trend trotz der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fortsetzen, selbst wenn die Zinsen leicht steigen", so Hein. Der leergefegte Mietmarkt erhöhe den Druck auf den Selbstnutzermarkt.

Die Value AG liefert eigene Auswertungen der Angebotsmärkte. Die Value Data Insights mit detaillierten Regionalauswertungen zu den Preisentwicklungen am Wohnungsmarkt erscheinen weiterhin quartalsmäßig.

Europace EPX Hedonic Datenbasis

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