Ohne privates Handy arbeitet es sich sicherer
„Ich möchte für meine Familie immer erreichbar sein“, ist nicht nur von Alleinerziehenden oder Erwerbstätigen mit pflegebedürftigen Angehörigen ein Argument, warum sie ihr privates Handy bei sich tragen und auf Dauerempfang geschaltet haben. Doch diese ständige Erreichbarkeit kann auch eine Gefahr darstellen. In der Berufswelt brauchen viele Tätigkeiten ungeteilte Aufmerksamkeit, damit keine Fehler passieren oder damit keine Kollegen gefährdet werden.
Anrufe auf dem privaten Handy können stören und belasten
Immer erreichbar bedeutet auch: immer erreichbar für Informationen, die man nicht in jedem Augenblick brauchen kann, die einen stören, irritieren, belasten oder gar arbeitsunfähig machen. Eine schlechte Nachricht und schon ist man mit den Gedanken woanders.
Ein Anruf kann die emotionale Lage schlagartig verändern
Einmal ärgert man sich über den Anruf der Kfz-Werkstatt, weil das Auto nicht rechtzeitig fertig wird. Ein anderes Mal ruft ein verärgerter Partner an, um zu streiten. Oder einem wird per Handy mitgeteilt, dass eine nahestehende Person verunglückt ist, und man hat Angst um sie. Ein Anruf kann die emotionale Lage schlagartig komplett verändern. Passiert das mitten bei der Arbeit, kann das gefährlich werden.
Mögliche Regeln für den Umgang mit privaten Handys
- Bei der Gefährungsbeurteilung sollten die Tätigkeiten benannt werden, die besondere Aufmerksamkeit erfordern und bei denen Telefonieren verboten ist.
- Informationstechnik, also auch Handys, sollte nur dort eingesetzt werden, wo damit Arbeitsprozesse strukturiert oder organisiert werden müssen.
- Damit das Verbot von privaten Handys zu keiner Diskussion führt, sollten vom Betrieb bei Bedarf berufliche Geräte zur Verfügung gestellt werden.
- Mit den Mitarbeitern sollte abgesprochen werden, wie sie während der Arbeitszeit in dringenden Fällen private Mitteilungen erhalten können. Private Anrufe können z. B. in der Zentrale oder im Büro angenommen und zum passenden Zeitpunkt weitergeleitet werden.
Klare Regeln helfen auch generell beim Thema "ständige Erreichbarkeit" weiter.
-
Arbeitsstättenverordnung Büro: Mindestgröße und Raumhöhe
1.892
-
Arbeiten mit Absturzgefahr: Alles Wissenswerte zur G 41-Untersuchung
360
-
Sanitärräume und Toiletten – was ist zu beachten?
2952
-
Fürsorgepflicht bei Alkohol am Arbeitsplatz: Was müssen und was können Arbeitgeber tun?
274
-
Wann ist ein Arbeitsunfall meldepflichtig?
2632
-
Lärmbelästigung am Arbeitsplatz: Grenzwerte und Maßnahmen
203
-
Bildschirmarbeitsplätze: Alles Wissenswerte zur arbeitsmedizinischen Vorsorge
198
-
Gefahrstofflager: Diese Punkte sind zu beachten
169
-
Flachdachrichtlinie 2026: Strengere Regeln für den Arbeitsschutz
146
-
Gefährdungsbeurteilung erklärt: Pflichten, Fristen, Zuständigkeiten und mehr
144
-
Arbeitsschutz 2026: Nachweispflicht für Schulungen steigt
26.03.2026
-
Revidierte TRGS 524 – diese Änderungen sind wichtig
24.03.2026
-
Flachdachrichtlinie 2026: Strengere Regeln für den Arbeitsschutz
03.03.2026
-
Abschaffung von rund 123.000 Sicherheitsbeauftragten
20.02.2026
-
Neue Herausforderungen für die Brandbekämpfung in Recyclinganlagen
12.01.2026
-
Sanitärräume und Toiletten – was ist zu beachten?
12.12.20252
-
Gefährdungsbeurteilung digitalisieren
11.11.2025
-
Richtig handeln bei Wegeunfälle
30.10.2025
-
„Bürokratieabbau darf nicht zum Sicherheitsabbau werden.“
29.10.2025
-
Warnwesten im Sicherheitscheck: ADAC-Test fällt "erschreckend" aus
29.08.2025